Sam Meffire wurde 1970 als Sohn eines Afrikaners und einer Deutschen in Sachsen geboren und wuchs in der damaligen DDR auf - ohne seinen Vater zu kennen. 1992 war er der erste Farbige in den Reihen der sächsischen Polizei. Nach der Plakataktion geriet er von einem Tag auf den anderen in das Licht der Öffentlichkeit.
Der Aufstieg von Sam Meffire schien unaufhaltsam. Plötzlich aber verließ Sam Meffire 1994 die Polizei und verschwand von der Bildfläche. Zwei Jahre später machte Meffire abermals Schlagzeilen, doch diesmal waren es keine guten Nachrichten. In einem spektakulären Prozess wurde er wegen bewaffneten Raubüberfalls und Erpressung zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er in der Zwischenzeit in einem sächsischen Gefängnis abgebüßt hat.
In ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm hat Branwen Okpako nicht nur Sam Meffire interviewt, sondern auch die Menschen befragt, die eine besondere Rolle in seinem Leben spielten: Seine Mutter, seine ehemaligen Kollegen von der Polizei, seine Bekannten aus dem Rotlichtmilieu, Journalisten...
"Dreckfresser" wurde unter anderem mit dem Bayerischen Dokumentarfilmpreis "Der junge Löwe", dem Nachwuchspreis der Duisburger Filmwoche und mit dem deutschen Nachwuchspreis "First Steps Award" ausgezeichnet.
Dies ist der zweite Film der vierteiligen Reihe "Polizisten am Abgrund". Es folgen "Freunde" am 12.04. und "Strähl - Ein Bulle am Abgrund" am 19.04.2010